Wie Licht den Schlafzyklus beeinflusst

Erstellt27.09.2021

Wir alle haben unseren eigenen biologischen Rhythmus (genauer gesagt den sogenannten zirkadianen Rhythmus), der unsere Aktivitäten im Laufe des Tages steuert. So wie der Tag bei Sonnenaufgang beginnt und bei Sonnenuntergang endet, sollten auch wir einen solchen regelmäßigen Zyklus einhalten. Unser Rhythmus wird jedoch durch guten Schlaf bestimmt. 

Die Nacht ist hereingebrochen, draußen herrscht Dunkelheit, und wir starren immer noch auf den hellblauen Fernsehbildschirm, während uns das grelle Licht der Umgebung blendet. Für die meisten von uns ist das eine ganz alltägliche Szene, doch sie kann sich negativ auf unseren Schlaf auswirken. Und doch gilt: Je mehr Licht vorhanden ist, desto wacher werden wir – und künstliches Licht ist dabei am schädlichsten.

Wie bereitet sich der Körper auf den Schlaf vor?

Sind Sie schon einmal eine Minute vor dem Klingeln Ihres Weckers aufgewacht? Jeder Mensch hat eine innere Uhr, die seinen Schlafzyklus steuert. Und Licht hat einen erheblichen Einfluss darauf. Vor allem wirkt es sich auf unsere Netzhaut aus. Über die Netzhaut werden Signale an das Gehirn weitergeleitet, die chemische Prozesse im Körper beeinflussen. Diese Prozesse führen zu Veränderungen in der Physiologie und im Verhalten.

Dieses Phänomen erleben wir jeden Abend. Das Sonnenlicht schwindet, und der Melatoninspiegel – das Hormon, das den Schlaf fördert – beginnt zu steigen. Unser Körper fühlt sich müde an, unsere Körpertemperatur sinkt, und wir sind bereit, ins Bett zu gehen. Umgekehrt strömen bei Anbruch der Morgendämmerung frische Sonnenstrahlen durch das Fenster. Der Melatoninspiegel sinkt, unsere Körpertemperatur steigt, und andere chemische Prozesse bereiten uns auf einen aktiven Tag vor.

Die Gefahren von Bildschirmen

Wir müssen vorsichtig mit Licht umgehen – insbesondere mit bestimmten Lichtfarben. Dazu gehören kühles Gelb und helles Blau. Wir alle spüren, dass ein klarer, wolkenloser Himmel unsere Energie und unsere positive Stimmung steigert. Ein Handy- oder Fernsehbildschirm hat denselben Effekt auf uns. Blaues Licht hemmt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin erheblich.

Bevor man schlafen geht, ist es wichtig, diesem Effekt entgegenzuwirken. Und wenn Sie trotzdem noch Ihre Lieblingssendung sehen möchten, schalten Sie alle Lichter in Ihrer Umgebung aus oder dimmen Sie sie auf die niedrigste Stufe. Je wärmer das Licht, desto idealer die Umgebung zum Schlafen. Wenn du eine smarte LED-Glühbirne hast, wähle unbedingt einen roten Farbton. Das ist die beste Wahl, um einzuschlafen.

Thermische Farbskala 

Schlafgewohnheiten und moderne Technologie

Seit den Zeiten, als noch ausschließlich herkömmliche Glühlampen zum Einsatz kamen, hat sich die Beleuchtungstechnik erheblich weiterentwickelt. Die LED-Technologie hat Energieeinsparungen, ein breites Farbspektrum und vielfältige Steuerungsmöglichkeiten mit sich gebracht. Mit einer Fernbedienung können Sie grelles blaues Licht in beruhigendes rotes Licht verwandeln – und das ganz bequem von Ihrem Bett aus.

Smart Homes haben die Steuerung noch einen Schritt weitergeführt. Abläufe wurden automatisiert. Mit dem Handy können Sie den genauen Zeitpunkt festlegen, zu dem das Licht das Schlafzimmer in ein warmes Licht taucht, um Sie am nächsten Morgen mit hellem Licht zu wecken.

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