Was bedeutet die IP-Schutzart bei der Auswahl einer Leuchte?

Erstellt04.10.2021

Design, Farbtemperatur, Lichtstärke und intelligente Funktionen. Bei der Auswahl von Leuchten legen wir den Fokus auf diese Merkmale, doch es gibt noch viele weitere Faktoren zu berücksichtigen. Einer davon ist die IP-Schutzklasse. Wofür steht diese Abkürzung? Und wie kann sie uns bei der Entscheidung helfen?

Dieser Fachbegriff wird verwendet, um den Schutzgrad zu bezeichnen, den das Gehäuse elektrischer Geräte gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Flüssigkeiten, insbesondere Wasser, bietet. Die Abkürzung IP steht für „Ingress Protection“ und entspricht der tschechischen Norm ČSN EN 60 529 (die mit der internationalen Norm IEC 60529 identisch ist). 

Wie lässt sich aus diesen Zahlen ein Sinn ableiten?

IP20, IP44, IP66. In den meisten Fällen werden Sie diese Kennzeichnung sehen. Was bedeuten die beiden Zahlen? Die erste Zahl gibt den Schutz vor dem Eindringen von Staub und festen Fremdkörpern an (hier werden sogar menschliche Finger berücksichtigt). Die zweite Zahl bezieht sich auf Flüssigkeiten, insbesondere Wasser. 

Schutzgrad je nach Anwendung 

Bei der Auswahl der Beleuchtung kommt es auf die Umgebung an, in der sie eingesetzt wird. Designer-Leuchten in Innenräumen kommen nicht mit Wasser in Berührung, daher ist die Schutzart IP20 mehr als ausreichend – und sie ist auch die gängigste Schutzart. Ausnahmen bilden Räume wie Badezimmer, Keller und Toiletten. In diesen Bereichen kann die Luftfeuchtigkeit höher sein, weshalb eine höhere IP-Schutzart gewählt werden muss, die auch Schutz vor Flüssigkeiten bietet. 

Strahler für die Gartenbeleuchtung und andere Außenleuchten müssen über eine höhere Schutzart verfügen, um vor Spritzwasser und Staub geschützt zu sein. In solchen Fällen ist mindestens die Schutzart IP54 erforderlich. 

Ein anspruchsvolles Badezimmer 

Die Norm ČSN 33 2000-7-701, die sich mit der Auswahl und Installation elektrischer Betriebsmittel in Räumen mit einer fest eingebauten Badewanne oder Dusche befasst, unterteilt das Badezimmer in 2–3 Zonen. Diese Zonen legen die Anordnung von Leuchten mit der entsprechenden Schutzart fest. 

Zone 0 bezieht sich auf den Innenbereich einer Badewanne oder Dusche. In einem Duschbereich ohne Badewanne erstreckt sich diese Zone 10 cm über den Boden hinaus. In diesem Bereich dürfen keine Glühbirnen oder Schalter installiert werden; zulässig sind ausschließlich speziell dafür konzipierte Leuchten. 

Zone 1 wird durch eine horizontale Ebene in 225 cm Höhe über dem Boden definiert, es sei denn, der Duschkopf ist höher angebracht. Diese Zone eignet sich ideal für Leuchten mit der Schutzart IPX4. 

Zone 2 erstreckt sich oberhalb von Zone 1 bis zur Decke oder bis zu einer Höhe von 300 cm. In der vertikalen Ebene liegt ihre Grenze 60 cm vom Ende von Zone 1 entfernt. Für diesen Bereich gelten ähnliche Vorgaben wie für Zone 1. 

Zone 3 umfasst den restlichen Raum und stellt keine besonderen Anforderungen an die Auswahl der Leuchten. Daher kann die Schutzart IPX0 gewählt werden. 

Lassen Sie sich bei der Auswahl der Beleuchtung für Ihr Zuhause inspirieren 

 

Küche – IP20 – Immax NEO LISTON

 

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